Autor:
Andreas
Veröffentlicht am:
September 1, 2026
Lesezeit:
7 Min

Fast jede Woche fragt mich gerade jemand dasselbe: „Brauch ich dich überhaupt noch, wenn die KI mir die Website eh selbst baut?“ Faire Frage. Also hab ich mich hingesetzt und die aktuellen KI-Baukästen ehrlich getestet. Nicht als Marketing-Demo, sondern so, wie ein echtes Kundenprojekt aussieht. Hier ist, was dabei rausgekommen ist.
Sagen wir, wie es ist: Der Sprung der letzten zwei Jahre ist enorm. Was KI-Tools heute richtig gut können:
Für eine schnelle Idee, einen Wegwerf-Prototyp oder die Seite fürs Vereinsfest? Absolut ausreichend. Da würde ich niemandem ein Agenturprojekt aufschwatzen.
Und jetzt der Teil, den die Demos gern weglassen. Die KI baut dir etwas, das aussieht wie eine Website. Ob es deine Website ist, das ist eine andere Sache.
KI ordnet Bekanntes neu an. Sie weiß nicht, dass 80 % deiner Anfragen über eine bestimmte Leistung reinkommen, dass dein bester Kunde eine ganz spezielle Sorge hat, oder warum genau du und nicht die drei Mitbewerber im Ort. Genau das ist aber der Unterschied zwischen „hübsch“ und „verkauft“.
Eine Startseite ist schnell generiert. Aber eine Website ist ein System: sauberes CMS, wartbare Struktur, durchdachte Navigation, Formulare, die in deinem CRM landen, Rechtssicherheit (Impressum, DSGVO), Performance auf dem Handy. Da fällt der KI-Baukasten spätestens beim zweiten Update auseinander.
Viele KI-Baukästen erzeugen Code oder eine Struktur, die nur in ihrem System läuft. Willst du später umziehen, erweitern oder jemanden ranlassen, der sich auskennt. Viel Spaß. Ich hab genug „schnell selbst gemacht“-Projekte gesehen, die am Ende teurer waren als eine saubere Basis von Anfang an.
Ehrlich? Ich stelle die beiden gar nicht gegeneinander. Ich nutze KI täglich für erste Entwürfe, Texte, Ideen, um schneller zu sein. Aber gebaut wird das Ergebnis in einem System, das dir gehört, das wächst und das ein Mensch verantwortet.
Der eigentliche Wert verschiebt sich: weg vom reinen „Pixel schubsen“, hin zu Strategie, Struktur und Urteilsvermögen. Welche Frage beantwortet die Seite? Was lässt man weg? Wo führt man den Blick hin? Das entscheidet, ob eine Website Anfragen bringt und genau das kann KI (noch) nicht für dich abwägen.
Wenn du eine Wegwerf-Seite oder einen schnellen Test brauchst: Nimm einen KI-Baukasten, spar dir das Geld, mach es selbst. Wenn deine Website aber arbeiten soll, Anfragen bringen, mitwachsen, in fünf Jahren noch wartbar sein, dann ist der KI-Entwurf der Anfang, nicht das Ergebnis. Und da komme dann ich (oder jemand wie ich) ins Spiel.
Neugierig, wie so ein KI-gestützter, aber sauber gebauter Prozess aussieht? Schreib mir kurz – ich zeig dir gern anhand deines Projekts, was Sinn macht und was nicht.

Ja, täglich. Für erste Entwürfe, Texte und Ideen, um schneller zu sein. Gebaut wird das Ergebnis aber in einem System, das dir gehört und das ein Mensch verantwortet. KI ist bei mir Werkzeug, nicht Ersatz.
Beim Anschaffen oft ja. Über die Lebensdauer häufig nicht: Viele KI-Baukästen führen zu Lock-in, schlechter Wartbarkeit und Nacharbeit. Eine sauber gebaute Basis ist mittelfristig meist günstiger als ein Projekt, das man nach einem Jahr neu machen muss.
Für eine einfache, generische Seite: ja. Für eine Website, die verkauft, mitwächst und wartbar bleibt: nein. KI liefert einen guten ersten Entwurf, aber Strategie, Struktur und die Frage „was braucht mein Kunde wirklich“ bleiben menschliche Entscheidungen.